Die Langenfeld Longhorns mussten sich im zweiten Duell der Saison mit 7:38 gegen die Krefeld Ravens geschlagen geben. Trotz schwieriger Voraussetzungen und einer weiterhin angespannten Personalsituation zeigte die Mannschaft von Head Coach Florian Hartmann eine engagierte Leistung und bewies insbesondere in der Defensive mehrfach, dass sie auch gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Akzente setzen kann.
Der Start in die Partie verlief für die Longhorns denkbar unglücklich. Bereits im ersten Drive führte ein missglückter Snap zu einem frühen Ballverlust, der den Ravens eine hervorragende Ausgangsposition verschaffte. Krefeld nutzte diese unmittelbar und ging mit 7:0 in Führung. Gleichzeitig verletzte sich Quarterback Lucas Wevelsiep bei der Aktion an der Schulter und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Für die Longhorns bedeutete dies eine zusätzliche Herausforderung gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga.
Die Defense hielt anschließend dagegen und setzte immer wieder wichtige Akzente. Besonders im ersten Viertel gelang es den Longhorns, die Ravens-Offense vor Probleme zu stellen. Ein starkes Beispiel dafür war eine Interception von Benedikt Hund. Nach einem abgefälschten Pass war Hund zur Stelle und sicherte den Ball für Langenfeld. Zuvor hatte Jayden Lawson den Pass mit einer starken Aktion abgefälscht.
Die Ravens bauten ihre Führung im weiteren Verlauf dennoch aus und gingen mit 21:0 in die Halbzeit. Auch wenn Krefeld offensiv über weite Strecken die Kontrolle behielt, ließ die Longhorns-Defense immer wieder aufhorchen und verhinderte weitere Punkte in entscheidenden Situationen.
Nach der Pause sorgte die Krefelder Defense mit einem Safety für weitere Punkte. Ein perfekt getimter Blitz durch die Mitte brachte den Langenfelder Runningback unmittelbar bei der Ballübergabe zu Fall. Kurz darauf erhöhten die Gastgeber auf 30:0.
Die Longhorns ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und belohnten sich schließlich für ihren Einsatz. Wieder war es Jayden Lawson, der für ein Highlight sorgte. Nach einer Interception der Ravens nahm der Defense-Spieler den Ball auf und trug ihn über nahezu 80 Yards bis in die gegnerische Endzone. Auch ein letzter Versuch der Ravens, Lawson noch zu stoppen, kam zu spät. Der Touchdown brachte die Longhorns auf die Anzeigetafel und sorgte für die verdienten Langenfelder Punkte.
In der Schlussphase konnten die Ravens zwar noch einmal punkten und den Endstand von 38:7 herstellen, doch die Longhorns zeigten bis zum letzten Play Einsatz und Kampfgeist. Besonders angesichts der verletzungsbedingt schwierigen Ausgangslage war es eine Partie, in der die Mannschaft trotz des Rückstands nie aufgab und dem Tabellenführer immer wieder einzelne Aufgaben stellte.
Auch wenn am Ende die Qualität der Ravens den Unterschied machte, konnten die Longhorns mehrere positive Akzente mitnehmen. Die Defense erzielte zwei Interceptions und einen Touchdown und setzte die Krefelder Offense mehrfach unter Druck. Jayden Lawson zeigte dabei mit der Interception und seinem anschließenden Pick Six eine herausragende Leistung.
Für die Longhorns richtet sich der Blick nun auf die letzte Aufgabe der Saison. Nach dem zweiten Saisonsieg in Leipzig und der schwierigen Partie beim Tabellenführer gilt es, die positiven Aspekte aus Krefeld mitzunehmen und das verbleibende Spiele in Hamburg mit der gleichen Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft anzugehen.